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Prediger: Pfr. M. Wanner
 

  Auslegung zu Hebr. 4,1-13 vom 07.02.2010
  12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und aschärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 

  Ist das Wort Gottes bei uns noch lebendig?
  Liebe Gemeinde,

Gleich am Anfang seines Briefes macht der Schreiber des Hebräerbriefes eine gründliche Gemeindeanalyse.

Er beschreibt zuerst einmal den geistlichen Zustand der alttestamentlichen Gemeinde zur Zeit Moses. Wie sieht die Gemeindeanalyse der Gemeinde jener Zeit aus? Einige Kennzeichen fallen auf: Die Tradition der Gemeinde und die Anfangszeit ihrer Gründung werden verklärt. Selbst die schwierige Zeit unter der Herrschaft der Ägypter wird idealisiert. Neue Schritte über die bisherigen Grenzen hinaus werden nicht gewagt. Außer einer zu vernachlässigenden Minderheit in der Gemeinde ist niemand bereit, die Grenzen zu dem von Gott verheißenen neuen Land zu überschreiten. So kommt die Gemeinde 40 Jahre lang nicht vom Fleck. Nicht nur die äußere Umgebung, sondern auch der innere Zustand der Gemeinde gleicht einer einzigen Wüste. Die Grundhaltung der Gemeinde ist von einer großen Undankbarkeit gegen Gott geprägt. Und das, obwohl Gott nicht aufgehört hatte, seine große Güte und Treue gegenüber der Gemeinde unter Beweis zu stellen. Viele sich einem Kritikgeist verfallen. Sie rebellieren gegen die geistlichen Führer Mose und Aaron und gegen die Ältesten in der Gemeinde. Die Gemeinde ist schließlich ganz geprägt von einer tiefen inneren Unruhe. Es ist Bewegung da, man ist unterwegs. Die Betäti-gungsfelder werden gewechselt, neue Wege werden ausprobiert.

Aber letztlich laufen alle nur im Kreis. Die Gemeinde kommt aus der Wüste nicht heraus. Sie findet keine Ruhe mehr und sieht kein neues Land.

Und woran liegt’s? An den Taten Gottes liegt es nicht. Sie sind da. Gott tut viel für sein Volk. An der Versorgung Gottes liegt es nicht. Sie ist da. Gott versorgt sein Volk. Am Wort Gottes liegt es nicht. Es ist da. Es wird gepredigt.

Es liegt am Ungehorsam und am Unglauben des Volkes, sagt der Autor des Hebräerbriefes: „Wem aber schwor Gott, dass sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten, wenn nicht den Ungehorsamen? Und wir sehen, dass sie nicht dahin kommen konnten wegen des Unglaubens“ (Hebr. 3,18-19). Der Grund dafür, dass die Gemeinde nicht vorwärts kam, lag darin, dass niemand tat, was Gott sagte und niemand glaubte, was Gott versprach. Das Wort Gottes war in der Gemeinde nicht mehr lebendig.

Und dann spannt der den weiten Bogen in die Gegenwart hinein. Er spricht die neutestamentliche Gemeinde an. Er fragt sich: Ist das nicht auch euer Zustand? Ist das nicht auch eure Gefahr? Trifft die Gemeindeanalyse von damals nicht auch auf heute zu?

Und damit stellt sich die Frage: „Ist das Wort Gottes bei uns noch lebendig?“

Das Wort Gottes ist lebendig. Das ist keine Frage. Aber ist es denn bei uns noch lebendig, das ist doch die große Frage. Wir nennen uns „lebendige Christen“, wir setzen uns ein für ein „lebendiges Gemeindeleben“ und wollen in unseren Gottesdiensten eine „lebendige Verkündigung“. Aber wie sieht es denn wirklich aus? Wie wird uns denn der Herr der Gemeinde beurteilen? Wird er am Ende über uns das sagen, was er einmal der Gemeinde in Sardes sagen musste:
„Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot. Werde wach und stärke das andre, das sterben will“ (Off.3,1+2).

„Ist das Wort Gottes bei uns noch lebendig?“ Das ist die Frage. In unserem Bibelabschnitt wird deutlich, wie das aussieht, wenn Gottes lebendiges Wort in einer Gemeinde lebendig wird.

1. Gottes Wort wirkt:

Die Lebendigkeit von Gottes Wort zeigt sich in Wirksam-keit: „Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig.“

Viele stellen heute die Bibel in eine Reihe mit anderen Klassikern. Sie halten die Bibel für ein hoffnungslos veraltetes und überholtes Buch. Warum sollte denn das, was damals von ganz anderen Menschen, zu einer ganz anderen Zeit in eine ganz andere Situation hinein gesagt wurde, für uns heute noch eine Bedeutung haben?

Nun ist es aber ganz interessant, was im Hebräerbrief gleich im ersten Vers klargestellt wird: „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn“ (Hebr. 1,1.2).

Jesus Christus ist das Hauptwort Gottes. Durch ihn hat Gott uns ausrichten lassen, was er uns zu sagen hatte. Im Johannesevangelium wird Jesus sogar „logos“, „Wort“ genannt. Jesus Christus hat aber nicht einfach große Worte gemacht und starb dann als einer der Großen. Jesus ist auferstanden. Er lebt. Und weil er lebt, sind seine Worte auch nicht „Schnee von gestern“, sonder brandaktuell. Weil er heute lebt, sind seine Worte auch heute lebendig. Weil er heute wirkt, sind seine Worte auch heute wirksam.

Schon menschliche Worte sind wirksame Worte. Wenn jemand durch Worte niedergemacht wird, kann das Auswirkungen bis in seine seelische und körperliche Verfassung hinein haben. Und umkehrt hat schon oft der einfache, aber ehrliche Satz: „Du, ich liebe dich!“ zwei Menschen ein Leben lang miteinander verbunden.

Schon menschliche Worte sind wirksame Worte. Wenn aber Jesus Christus spricht, dann sind seine Worte noch viel wirksamer als Menschenworte.

Durch Jesus Christus wurde die ganze Welt geschaffen. Wenn Jesus Christus spricht, dann ist sein Wort ein schöpferisches Wort. Jesus kann aus dem Nichts etwas machen. Zu dem Blindgeborenen, der keine Augen hatte, sagte er: „Geh zum Teich Siloah und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder“ (Joh. 9,7). Durch das Wort von Jesus wurden augenblicklich neue Augen geschaffen. Sein Wort ist ein schöpferisches Wort.

Wenn Jesus Christus spricht, ist sein Wort ein befreiendes Wort. Zu einer Frau, die durch dunkle Mächte gebunden war, sodass nicht nur ihr ganzes Wesen und ihr ganzes Le-ben krumm und verbogen waren, sondern sogar ihr ganzer Körper, sagte Jesus: „Frau, sei frei von deiner Krankheit.“ Da erhob sie sich, stand wieder aufrecht da und war frei (Lk. 13,11-12). Durch das Wort von Jesus wurde sie frei von allem, was krumm und verbogen war, von allem, was sie gefangen hielt. Sein Wort ist ein befreiendes Wort.

Ich möchte die Bibel vergleichen mit einer energiegelade-nen Batterie. Ich kann diese Batterie in die Schublade legen und es passiert nichts. Ich kann an diese Batterie aber auch in meine Taschenlampe legen. Dann brennt das Licht meiner Taschenlampe und die elektrische Energie kommt zur Wirkung.

Ich kann die Heilige Schrift auch vergleichen mit kohlesäu-rehaltigem Sprudel. Ich kann eine Flasche mit Mineralwas-ser geschlossen halten und es passiert nichts. Ich kann sie aber auch öffnen und mir ein Glas Sprudel ins Glas gießen. Dann wird die Kohlesäure frei und verleiht dem Mineralwasser einen prickelnd frischen Geschmack. Ich kann das Wort Gottes auch mit einem gedeckten Scheck vergleichen. Ich kann dieses Stück Papier zu den Akten legen und es passiert nichts. Ich kann den Scheck aber auch bei meiner Bank zur Verrechnung einlösen. Dann kann ich ihn leicht in bare Münze umwandeln.

Das Wort Gottes, wie wir es in der Heiligen Schrift verpackt haben, ist energiegeladen, „geisthaltig“ und kann auch „als bare Münze“ genommen werden.

Damit das lebendige Wort Gottes aber auch bei uns wirksam wird, müssen wir dieses Wort auch auf uns wirken lassen. Gottes Wort wirkt jetzt hier im Gottesdienst, wenn wir gegenüber dem, was wir hören innerlich bewusst „aufmachen“.

Unverzichtbar ist hier auch das tägliche Bibellesen. Da kann ich erfahren, wie Jesus ganz persönlich zu mir redet. Ich mache es so, dass ich Kernsätze, durch die mein Herr zu mir persönlich gesprochen hat, herausschreibe und auf meinen Schreibtisch stelle, damit sie mich den Tag über begleiten. Zum Beispiel stand da einmal das Bibelwort aus Lukas 18,27: „Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.“ Für mich war es hilfreich, zu wissen, dass ich von Jesus auch Unmögliches erwarten kann. Ein anderes Mal war mir nur das eine Wort „aber“ wichtig. Jesus hat mir gezeigt, dass er durch seine Gegenwart scheinbar unumstößliche Fakten außer Kraft setzen kann. Er sagt zum Beispiel: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Joh. 16,33).

Gottes Wort wirkt.

2. Gottes Wort unterscheidet

Die Lebendigkeit von Gottes Wort zeigt sich in seiner Schärfe, Verschiedenes voneinander zu unterscheiden: „Das Wort Gottes ist lebendig... und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein.“

In einer Vision sieht Johannes Jesus in der himmlischen Wirklichkeit als majestätische Persönlichkeit. Er sitzt als rechte Hand seines Vaters auf der Regierungsbank und übt richterliche Gewalt aus. Er sieht dann, wie aus seinem Mund ein scharfes zweischneidiges Schwert ausgeht. So wird deutlich: Jesus redet einschärfend und eindringlich. Seine Worte verfehlen ihre Wirkung nicht. Jesu Worte helfen zur Unterscheidung. Daher scheiden sich an Jesus auch die Geister.

Wenn Gottes Wort trifft, treten Unterschiede zutage und fallen Entscheidungen. Da werden Herzen weich oder es werden Herzen hart. Es wird Glauben geweckt, aber es werden auch die Fronten deutlicher.

In beiden Fällen ging von der Verkündigung der ersten Prediger der Gemeinde die gleiche Wirkung aus. Wir lesen darüber in der Apostelgeschichte zweimal den gleichen Satz: „Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz“ (Apg. 2,37; 5,33) Aber die Reaktionen auf diesen Vorgang waren „wie ein zweischneidiges Schwert.“

Einmal ging vielen das Herz auf und sie fragten: „Was sollen wir tun, um gerettet zu werden.“ Und an einem Tag kamen 3000 Menschen zum Glauben an Jesus. Das andere Mal verschlossen einige ihr Herz und sie hätten am liebsten die Prediger dieser Botschaft auf der Stelle be-seitigt.

Gottes Wort ist ein zweischneidiges Schwert. Es scheidet die Menschen grundsätzlich in zwei Gruppen: In Gläubige und Ungläubige, in Jesusnachfolger und Jesusverächter, in Leute, die von neuem geboren sind und andere, die immer noch an ihrem alten Leben kleben. Auch heute Morgen in diesem Gottesdienst unterscheidet Gottes Wort zwischen diesen beiden Gruppen von Menschen.

Neben dieser grundsätzlichen Scheidung, die zur Entschei-dung herausfordert, gibt es aber noch eine weitergehende Unterscheidung, die das Wort Gottes herbeiführt. Diese Unterscheidung geht das Innenleben des Menschen an. Sie trifft Seele und Geist und geht durch Mark und Bein

Bei dem Bild vom zweischneidigen Schwert, mit dem hier das Wort Gottes verglichen wird, könnten wir auch an ein Skalpell, an ein modernes Operationsmesser denken. So ein Operationsmesser hat zwei Seiten: Es fügt Wunden zu, aber nicht um zu töten, sondern um zu heilen. So hat auch das Wort Gottes zwei Seiten. Die eine Seite ist das Gericht. Da wird schmerzhaft zugegriffen und eingegriffen in mein Leben. Die andere Seite ist die Gnade. Durch die Gnade werden Wunden verbunden und geschieht Heilung.

Viele Leute in der Gemeinde gehören schon lange zu Jesus. Sie haben sich zu ihm bekehrt und leben mit ihm.
Aber in ihrem Leben ist noch vieles, was krank ist und was ihrem geistliches Leben Kraft raubt. Und da setzt nun das Skalpell des Wortes Gottes messerscharf an.

Mich trifft mich zum Beispiel das Wort das auch aus dem Hebräerbrief stammt: „Seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie un-rein werden“ (Hebr. 12,15). Tatsächlich fällt mir jetzt sofort ein Namen ein. Ich spüre, wie sich die Bitterkeit breitmacht, wenn ich an diese Person denke und das, was sie mir angetan hat. Immer wenn wir einander begegnen, kommt die alte Bitterkeit wieder hoch. Aber jetzt setzt Gottes Wort mit seinem Skalpell an. Ich sehe, dass diese Gefühle, die ich kultiviere, nicht gut sind. Ich richte Unfrieden an und vergesse, wieviel der Herr mir selbst schon an Schuld und Versagen vergeben hat. Da merke ich, wie auf einmal diese Eiterbeule meiner Seele feinsäuberlich aufgeschnitten wird. Die Heilung kann jetzt beginnen.

Wo muss das Wort Gottes bei Ihnen jetzt in seiner Wirkung als zweischneidiges Schwert jetzt ansetzen?

Oft brauchen wir nicht nur die ambulante Behandlung zu Hause, sondern auch die stationäre Behandlung bei einem Seelsorger, der mit Hilfe Von Gottes Wort aufdeckt, was krank ist und zeigt, wie innere Heilung möglich wird.


Gottes Wort wirkt.
Gottes Wort unterscheidet.

3. Gottes Wort deckt auf

Die Lebendigkeit von Gottes Wort zeigt sich an seiner Fä-higkeit, Verborgenes aufzudecken. „Das Wort Gottes ist le-bendig... und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.“

Hier wird das griechische Wort „krinein“ verwendet.
Von diesem Begriff kommt das deutsche Fremdwort „kritisieren“ her. Das Wort Gottes ist ein Kritiker der Gedanken und Sinne des Herzens. Nicht wir kritisieren die Bibel und bestimmen, was uns heute noch betrifft und was nicht, sondern das Wort Gottes kritisiert uns. Bibelkritik bedeutet so gesehen: Die Bibel kritisiert unser Leben.

Der Dichter Robert Musil hat einen Roman geschrieben mit dem Titel: „Der Mann ohne Eigenschaften.“ Dort schildert er eine erschütternde Szene. Sohn und Tochter haben ihren verehrten und geliebten Vater begraben. Dann müssen sie seinen Haushalt auflösen. Unter anderem öffnen sie auch seinen Schreibtisch. Dort finden sie Akten, Briefe und Notizen und ganz hinten ein verschlossenes Fach.

Als sie sich bücken und es aufschließen, ergießt sich der Schmutz eines Lebens in ihrer Hände. Obszöne Bilder, ge-heime Briefe, problematische Schriftstücke. Das alles hatte der Vater, den sie geliebt und verehrt hatten in diesem Fach versteckt. Im Anblick dieser Entdeckung erstirbt in ihnen die Liebe zum Vater.

Nicht jeder hat seine dunklen Dinge im Schreibtisch ver-steckt. Aber bei jedem gibt es sie doch - oder nicht?
Vor Menschen können wir sie vielleicht noch verstecken, aber nicht vor Gott. „Vor Gott ist kein Geschöpf verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes“.

Albrecht Bengel schreibt in seiner Bibelauslegung zu dieser Stelle: „Habe Scham, o Mensch, habe Furcht vor deinem Gott; keine Decke, kein Drehen und Wenden, kein Anstrich noch Schminke vermag die Unlauterkeit vor ihm zu verbergen.“

Wenn das so ist, wenn vor Gott alles offen daliegt, dann sollte ich es doch möglichst schnell aufdecken lassen durch die Untersuchungsakten der Heiligen Schrift. Nur so komme ich heraus aus der Selbsttäuschung und nur so hört das Versteckspiel vor Gott und Menschen und auch mir selbst endlich auf.

Ein Beispiel, wie Gottes Wort aufdeckt. Paulus schreibt:
„Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen“ (1.Kor.4,5). Wenn ich dieses Bibelwort lese, wird meine Vorliebe aufgedeckt, andere Menschen zu beurteilen und zu verurteilen. Ich weiß genau, was sie falsch machen und was bei ihnen nicht in Ordnung ist. Aber meine eigenen Fehler und meine eigenen Schwächen sehe ich nicht. Da werde ich auf mich selbst gelenkt. Sieh doch deine Motive einmal an. Wie sieht es denn bei dir aus. Aus welchen Motiven heraus tust du auch die frommen Dinge. Und ich erschrecke und entdecke, wer ich bin. Ich sehe mich selbst und andere in einem anderen Licht.

Gottes Wort wirkt.
Gottes Wort unterscheidet.
Gottes Wort deckt auf.

Ist das Wort Gottes bei uns noch lebendig? - So haben wir gefragt. Es ist lebendig, wenn wir es wirken lassen, wenn es bei uns unterscheiden darf und wenn wir es zulassen, dass es alles aufdeckt, was verborgen ist.

Darum ginge es, dass jeder von uns wieder neu sein Vertrauen auf das Wort setzt. Darum ginge es, dass das was dir heute persönlich deutlich wurde, auch zu konkreten Schritten im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes führt

„Du Wort des Vaters, rede du und stille meine Sinnen; sag an, ich höre willig zu, ja lehre frei von innen: so schweigt Vernunft mit ihrem Tand, und du bekommst die Oberhand, nach deinem Recht und Willen. Dir räum’ ich all mein Innres ein; das wollest du, ja du allein mit deinem Geist er-füllen.“ Amen
 

  Author: Wanner, Michael eingegeben am: 08.02.2010 09:11 Uhr
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