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Prediger: Pfr. M. Wanner
 

  Auslegung zu 1. Joh. 5,6-13 vom 10.01.2010
  6 Dieser ist's, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist's, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.
7 Denn drei sind, die das bezeugen:
8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.
9 Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn.
10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.
11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.
12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
Bitte und Fürbitte
13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.
 

  Gottes Zeugnis über seinen Sohn
  Liebe Gemeinde!

Wenn für die Schüler morgen die Weihnachtsferien zu Ende sind, beginnt schon wieder der Endspurt auf das Halbjahreszeugnis hin.

Von „Zeugnis“ sprechen wir in der Regel in doppelter Hinsicht: Einmal verwenden wir dieses Wort, wenn wir eine Bewertung meinen. Der Lehrer stellt über seine Schüler ein Zeugnis aus, auf dem die Schulleistungen ausgewiesen sind. Ein Arbeitgeber stellt einem Angestellten, der den Arbeitsplatz wechseln will ein Zeugnis aus, das beschreibt, wo seine Stärken und Schwä-chen liegen.

In einem ganz anderen Zusammenhang wird das Wort „Zeugnis“ vor Gericht verwendet. Hier ist ein Zeugnis ein Tatsachenbericht. Eine bestimmte Aussage wird in den Raum gestellt. Ganz entscheidend ist jetzt, ob es sich bei dieser Aussage um die Wahrheit handelt oder nicht. Dazu werden jetzt Zeugen gehört.

Zeugen sind Leute, die dabei waren. Sie müssen Augen- oder Ohrenzeugen gewesen sein. Sie müssen gesehen haben, was passiert ist oder gehört haben, was gesagt wurde. Eine Wahrheit muss immer auf zweier Zeugen Mund beruhen. Decken sich alle drei Aussagen, die Aussagen dessen, der vor Gericht steht und die Aussagen von zwei weiteren Zeugen, so kann man davon ausgehen, dass die Wahrheit gesagt und bezeugt wurde. Doch selbst drei gleichlautende Berichte wirken noch nicht glaubwürdig, wenn sie auf die anderen Anwesenden im Gerichtssaal nicht über-zeugend wirken.

Der zentrale Satz in unserem Bibelabschnitt heißt: „Das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn.“ Der ganze Abschnitt kreist um dieses Thema: „Gottes Zeugnis über seinem Sohn“.

Auch bei dem Zeugnis, das Gott von seinem Sohn gibt, lassen sich die beiden unterschiedlichen Arten von „Zeugnis“ unterscheiden.

Gott stellt ein Zeugnis aus, in dem er beschreibt, wer sein Sohn für uns ist und womit sein Sohn uns dienen kann. Das würde dem Verständnis nach unserem Schulzeugnis oder dem Zeugnis, das ein Arbeitgeber ausstellt, entspre-chen.

Gott legt dann aber auch Zeugnis über seinen Sohn ab, in-dem er Zeugen anführt, die die Wahrheit der Aussagen seines Sohnes durch eigenes Erleben bezeugen können. Das würde dem Verständnis nach einer Zeugenaussage vor Gericht entsprechen, durch das die Wahrheit erwiesen werden soll.

1. Gott gibt ein Zeugnis über seinem Sohn, indem er darstellt, wer sein Sohn für uns ist

Ein Zeugnis, das der Chef über einen seiner Angestellten ausgestellt hat, ist sehr aufschlussreich. Vieles lässt sich auch zwischen den Zeilen herauslesen. Lesen Sie z.B.: „Herr Maier tat immer, was er konnte. Zu seinen Kollegen hatte er ein sehr vertrauensvolles Verhältnis“, dann wissen Sie ziemlich genau: „Herr Maier ist eine absolute Niete. Außerdem konnte er nichts für sich behalten, sondern gab alles was er hörte ungefiltert an seine Arbeitskollegen weiter.“ Ganz anders wäre die Aussage zu bewerten: „Herr Maier arbeitete stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Mit seinen Kollegen verband ihn die konsequente Ausrichtung auf die gemeinsame Aufgabe.“

Gott stellt ein Zeugnis von seinem Sohn aus. Schon ganz am Anfang seiner Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, bei seiner Taufe, stellt Gott ein Zeugnis von seinem Sohn aus. Gottes Stimme war damals zu hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören“ (Mt. 17,5). Eine glatte eins bekommt Jesus von seinem Vater: „Ich habe Wohlgefallen an ihm, es gefällt mir sehr gut, was er sagt und was er tut“, sagt Gott.

Johannes kennt das Zeugnis, das Gott als Chef, dem Juniorchef und dem ersten Mitarbeiter im Unternehmen. Johannes hat ja mit Jesus zusammengelebt und auf Schritt und Tritt gemerkt, wie Gott ihn unterstützt und bestätigt. Ihm ist es wichtig, in einem einzigen Satz zu-sammenzufassen, was der zentrale Inhalt des Zeugnisses ist, das Gott über Jesus ausstellt. Dieser Satz heißt: „Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“

Jesus ist für uns ewiges Leben. Mit diesem Zeugnis be-wirbt sich Jesus bei uns. Das ist sein entscheidender Bei-trag als Mitarbeiter Gottes. Er kann uns mit ewigem Leben dienen.

Ewiges Leben hat keiner von uns. Wir können es uns nicht verdienen. Wir können es uns auch nicht kaufen.


Daher ist das Angebot, das Jesus uns macht, unvergleichlich und einzigartig.

Ich möchte ein Beispiel verwenden. Nach allgemeiner Sitte bleiben die Christbäume bis zum Erscheinungsfest am 6. Januar stehen. Die meisten von uns werden also ihren Christbaum bereits entsorgt haben.

Nun verfolgen wir einmal das traurige Leben eines Christbaums. Unser Christbaum hat vielleicht über die Feiertage ganz gut gehalten. Die Nadeln sind alle noch dran und er sieht fast so aus wie am ersten Tag. Sie kommen auf die Idee: „Ich möchte mich noch ein wenig an ihm erfreuen.“ Sie nehmen Ihn und stecken ihn in Ihrem Garten in die Erde, gleich neben einem anderen Tannenbaum, der im Garten wächst. Die beiden Bäume sehen von weitem so aus, als würden sie hier im Garten wachsen und gemeinsam groß werden. Doch der eine Baum wird im Frühjahr wie jedes Jahr wieder saftige grüne Triebe treiben. Beim anderen jedoch werden die Nadeln langsam abfallen, bis er am Ende ganz kahl dasteht. Der Grund: Er wurde ja schon vor Weihnachten von seinem Wurzelwerk abgehauen. Seitdem ist er tot. Er trägt kein Leben mehr in sich. Seine Verbindung zu den Wurzeln fehlt, die ihm einmal das Leben gaben.

Von Natur aus gleicht der Mensch so einem ausgedienten Christbaum. Er wurde vom wahren Leben abgeschnitten. Seitdem lebt er ausschließlich aus den eigenen Kraftreserven heraus, die noch in ihm sind. Das bisschen Saft und Kraft, das noch in ihm steckt, ist alles, was er hat.

Sein ganzes Dasein besteht darin, dass es in seinem Leben vielleicht irgendwann einmal Weihnachten wird. Viel-leicht ist es dann tatsächlich einmal im Leben wie Weih-nachten. Aber nach dieser Glanzzeit, in der er eine leuch-tende Erscheinung war und sich mit dem Lametta seiner Erfolge behängte, kann er nur noch zusehen, wie die Nadeln nacheinander abfallen und er in irgendeiner dunklen Ecke dahinwelkt. Am Ende bleibt nur noch der Häckselplatz oder das Feuer.

Ja so ist es! Uns fehlt das wahre Leben. Uns allen fehl das, was das Leben ausmachen würde. Wir sind abgeschnitten von den Lebenswurzeln, die wir dringend bräuchten. Uns fehlt es an Lebensqualität, Lebensfreude, Lebenssinn. Wir haben kein ewiges Leben. Wir haben kein Leben aus Gott.

Deshalb kam Jesus Christus. Er kam als der, der uns ewiges Leben geben kann, der es möglich macht, dass wir wieder Wurzeln schlagen können im fruchtbaren Erdreich einer Verbindung zu ihm.

Wie erfuhren die Menschen damals die Zuwendung des göttlichen Lebens durch Jesus?

Jesus kam und brachte Heilung der körperlichen Leiden. Er heilte zum Beispiel die 10 Aussätzigen, deren Körper ganz vom Aussatz zerfressen war und die schrien: „Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser“ (Lk. 17,13)!

Jesus kam und brachte auch Heilung der seelischen Lei-den. Er heilte zum Beispiel den Kranken, der 38 Jahre lang gelähmt war und den Jesus am Teich Bethesda traf. Als Jesus nach seiner Krankheit fragte, brach seine ganze seelische Not aus ihm heraus: „Herr, ich habe keinen Menschen“ (Joh. 5,7)!

Und Jesus kam und brachte schließlich auch Heilung der geistlichen Leiden. Er heilte die Frau aus Syrophönizien, die als Nichtjüdin kein Anrecht hatte, zum Volk Gottes zu gehören. Aber diese Frau gab Jesus keine Ruhe, weil sie Frieden mit Gott, Verbindung mit dem Ewigen suchte. Jesus staunt über sie: „Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst“. (Mt. 15,28).

Gott gibt ein Zeugnis über seinen Sohn, indem er dar-stellt, wer sein Sohn für uns ist. Gott legt uns durch das Leben seines Sohnes ein Bewerbungsschreiben vor. Er macht uns deutlich, dass durch ihn und nur durch ihn allein ewiges Leben entstehen und wachsen kann. „Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“

2. Gott gibt ein Zeugnis über seinen Sohn, indem er von der Wahrheit überzeugen will

Jetzt geht es um die andere Bedeutung von „Zeugnis“. Ein Zeugnis ist nicht nur eine Bewertung, die der Lehrer über seinem Schüler oder der Chef von seinem Angestellten ausstellt. Ein Zeugnis ist auch ein Tatsachenbericht, durch den die Wahrheit bezeugt werden soll.

Neben dem Angeklagten, der vor Gericht steht, sind zwei weitere Zeugen erforderlich, die das, was der Angeklagte sagt, ganz sicher bestätigen können. Insgesamt müssen es also drei Zeugen sein, die notwendig sind, um die Wahrheit überzeugend zu bezeugen.

Im Himmel, in der unsichtbaren Welt, gibt es drei Zeugen für die Wahrheit. Das sind: Gott der Vater, Gottes Sohn und der Heilige Geist.

Aber auch hier auf der Erde gibt es drei Zeugen, die die Wahrheit bezeugen. Johannes schreibt: „Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.“

Drei Ereignisse zeigen, dass der Anspruch, den Jesus hat, der Wahrheit entspricht:

Das Wasser steht für das Ereignis die Taufe Jesu. Jesus ließ sich von Johannes am Jordan taufen, um sich damit ganz dem Aufrag zur Verfügung zu stellen, den ihm sein Vater gegeben hatte. Der Vater bestätigt seinen Auftrag mit eigenen Worten. Gottes Stimme war zu hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Mt. 3,17).

Das Blut steht für das Ereignis von Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Jesus vollbrachte sein Erlösungswerk am Kreuz. Er rief aus: „Es ist vollbracht.“ Er versöhnte durch seinen Tod die Menschen mit Gott. Er besiegte den Tod durch seine Auferstehung. Jetzt kann jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben bekommen.

Der Geist steht für das Ereignis von Pfingsten. Gott sandte seinen Geist, damit dieser Geist in uns wohnen kann und mit ihm das ewige Leben, das von Jesus ausgeht.

Drei irdische Ereignisse zeigen, dass der Anspruch, den Je-sus hat, der Wahrheit entspricht.

Aber es sind nicht nur Ereignisse, sondern auch Personen, die bezeugen, dass der Anspruch, den Jesus hat, der Wahrheit entspricht. Johannes der Täufer hörte die göttliche Stimme bei der Taufe von Jesus und sagt: „Ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn“ (Joh. 1,34).

Zeugen von Kreuz und Auferstehung Jesu waren die Jünger Jesu. Sie sagen: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und uns erschienen“ (Lk. 24,34).

Zeugen des Pfingstereignisses waren mehrere tausend Bürger Jerusalems. Diese Menschen erlebten durch den Heiligen Geist eine ganz entscheidende Veränderung in ihrem Leben und fangen an, überall davon weiterzuerzählen. Sie sagen zum Beispiel: „Wir sind Zeugen dieses Geschehens (der Auferstehung Jesu) und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen“ (Apg. 5,32).

Das Pfingstereignis von damals löste eine Kettenreaktion aus. Seitdem wurden bis heute und bis in unsere Gemeinde hinein viele Menschen mit dem Heiligen Geist beschenkt.

Sie bekamen Anschluss an das Jesus, das Leben in Person. Sie erlebten eine geistliche Wiedergeburt.

Neben den geschichtlichen Ereignissen von Jesu Taufe, Kreuzigung und Auferstehung und von Pfingsten, neben den Zeugen damals sind es diese Zeugen heute, die für die Wahrheit des Anspruches von Jesus eintreten.

Nun werden manche vielleicht einwenden: „Gut, aber diesen Zeugnissen und Bezeugungen, die da von außen an mich herangetragen werden, kann ich keinen Glauben schenken.“ Hier möchte ich entgegnen: „Warum soll man dem nicht glauben, der sagt: ‚Jesus lebt in mir. Ich bin von neuem geboren worden. Ich habe durch ihn das Leben gefunden.‘“

Gewöhnlich verlassen wir uns doch gerne und gut auf alle möglichen Zeugnisse und Aussagen von Menschen. Ohne zu überlegen, nehmen wir die Arznei ein, die uns verschrieben wurde und vertrauen darauf, dass sie uns heilen und nicht vergiften wird. Wir sind bereit, uns unters Messer zu legen und vertrauen dem Chirurg, dass er uns so operiert, dass wir am Leben bleiben und uns geholfen wird. Wir setzen uns in unser Auto, das gerade in der Autowerkstatt war und vertrauen dem Kraftfahrzeugmechaniker, dass er alle Schrauben wieder richtig festgezogen hat. Ja wir setzten uns sogar in ein Flugzeug und vertrauen dem Piloten, dass er uns sicher in die Luft und auch wieder sicher auf die Erde bringt.

Wenn wir in uns in so vielen Bereichen auf das Zeugnis von Experten verlassen, warum sollten wir uns dann nicht in Sachen Glauben auf das Zeugnis von Menschen verlassen, die bereits zum Glauben gekommen sind?

Johannes ist enttäuscht, wie wenig Menschen Gott glau-ben, der Zeugnis über seinen Sohn ablegt und sagt: „Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.“

Aber Gott bleibt selbst hier nicht stehen. Er geht noch weiter. Er gibt uns neben dem äußeren Zeugnis von Men-schen auch noch ein inneres Zeugnis in unser Herz und möchte uns so wirklich von seiner Wahrheit überzeugen. Johannes sagt: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich“. Paulus drückt es ähnlich aus, indem er sagt: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Rö. 8,16).

Stellen wir uns das einmal vor! Ich kann den Sohn Gottes haben, ich kann ihn besitzen, ihn und alles, was er mir erworben hat, kann ich in meinem Herzen tragen. Man müsste jeden fragen können: „Haben Sie den Sohn Gottes? haben Sie ewiges Leben? Sind Sie von neuem geboren?“ Wenn ich Sie jetzt so fragen würde, wie würden Sie antworten? Würden Sie mit ja oder nein antworten?“

So wie Gott das Zeugnis über seinen Sohn von außen in der Geschichte und durch Menschen bezeugt, so bezeugt er die Wahrheit über seinen Sohn auch in mir. Er tut das wiederum durch Wasser, Blut und Geist.

Wasser steht in der Bibel auch für das Wort Gottes. Ich höre oder lese Worte Gottes und werde innerlich angesprochen. Blut steht für die Vergebung. Ich bitte Jesus um Vergebung für meine Schuld und erlebe die Befreiung von Schuld. Und mit Geist ist der Heilige Geist gemeint, der in mir wirkt.

Im Lexikon las ich unter dem Begriff „Leben“: „Lebensäußerungen lassen Lebewesen von leblosen Dingen unterscheiden. Alles Leben hat äußere Gestalt und innere Struktur und ist gekennzeichnet durch Stoffwechsel. Reizbarkeit, Bewegung, Fortpflanzung und Entwicklung.“

Alle diese Lebenszeichen gibt es auch bei dem Leben, das mir Jesus durch seinen Geist gibt. Das geistliche Leben hat äußere Gestalt und innere Struktur. Es gibt sich bestimmte geistliche Lebensordnungen und Übungen. Es hat einen Stoffwechsel. Es verlangt nach Nahrung. Da ist ein inneres Bedürfnis da, die Bibel zu lesen und auf Gottes Worte im Gottesdienst zu hören. Da muss Reinigung durch die Vergebung geschehen. Das geistliche Leben ist reizbar. Es lässt sich herausfordern und nimmt geistliche Impulse auf. Es ist in Bewegung und entwickelt sich weiter. Es pflanzt sich auch fort, indem durch mich andere Menschen zum Glauben finden.

Entdecken Sie diese Lebenszeichen des geistlichen Le-bens bei sich selbst? Wenn nicht, müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, ob Sie denn das, was Christus uns geben will, denn schon empfangen haben. Johannes sagt: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht.“

„Gottes Zeugnis über seinen Sohn“, war unser Thema. Gott gibt ein Zeugnis über seinem Sohn, indem er darstellt, wer sein Sohn für uns ist. Und Gott gibt ein Zeugnis über seinen Sohn, indem er von der Wahrheit überzeugen will. Und noch einmal: Gottes Zeugnis über seinen Sohn lässt sich zusammenfassen in dem Satz: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Amen
 

  Author: Wanner, Michael eingegeben am: 11.01.2010 10:40 Uhr
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